Inklusion im Sport

Inklusion im Sport

Miteinander bewegt ist eine Initiative des Bathildisheims, um die Ressourcen des Sozialraums für Menschen mit Behinderung zu erschließen. In diesem Fall geht es um den Lebensbereich Sport.

Anlässlich der ersten Beiratssitzung habe ich einige Gedanken zur sozialräumlichen und teilhabepolitischen Bedeutung dieser Initiative verfasst.


 

Die Initiative MITEINANDER BEWEGT zeigt im Landkreis Waldeck-Frankenberg, wie der Sozialraum inklusiver werden kann – durch Sport.

Bei unserer ersten Beiratssitzung kamen Sportler:innen, Vertreter:innen des Sports sowie Verantwortungsträger:innen aus Politik und Sozialwesen zusammen. Im Mittelpunkt stand dabei eine Frage, die weit über den Sport hinausgeht: Wie gestalten wir unseren Sozialraum so, dass Menschen mit Behinderung selbstverständlich dazugehören?

Der Ansatz von MITEINANDER BEWEGT ist einfach wie konsequent: keine Parallelstrukturen schaffen, sondern bestehende Vereine öffnen. Nach knapp zwei Jahren gibt es fünf inklusive Sportangebote mit mehr als 100 Teilnehmenden pro Woche. Rund 30 Ehrenamtliche engagieren sich.

Für mich ist das eine Investition in eine inklusive Infrastruktur.

Denn gute Teilhabepolitik sollte nicht zuerst fragen: Welche besondere Einrichtung brauchen wir? Sondern: Was müssen wir verändern, damit das, was vor Ort bereits da ist, für alle zugänglich wird?

Sport verbindet Menschen und zeigt, wie das gelingen kann. Menschen mit und ohne Behinderung begegnen sich beim Fußball, Para-Boccia, Boxen, Tanzen oder Floorball – mitten im Sozialraum. Ich bin dankbar und froh, dass sich Vereine auf den Wegmachen und so viele Ehrenamtliche mitmachen.

Für mich steht fest: Wenn wir in inklusive Sozialräume investieren, ermöglichen wir individuelle Teilhabe und stärken zugleich das Gemeinwesen. Wir brauchen nicht für jede Form der Teilhabe eigene Sonderwelten. Wir brauchen eine Gesellschaft, deren Strukturen Vielfalt ermöglichen.

MITEINANDER BEWEGT ist deshalb mehr als ein Sportprojekt. Es ist ein konkreter Beitrag zu der Frage, wie wir Teilhabe in Zukunft organisieren wollen.

 

 

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