2026
Alles neu?
Was bedeutet es, dass etwas Neues beginnt? Dieser Essay erkundet Hannah Arendts Begriff der Natalität – die Idee, dass mit jeder Geburt etwas Unvorhersehbares in die Welt tritt – und konfrontiert ihn mit der ernüchternden Einsicht des Alten Testaments: „Es gibt nichts Neues unter der Sonne."
Die Weihnachtsgeschichte wird der Aussage aus der Offenbarung, Gott mache alles neu, entgegengestellt. Und so stellt der Text unbequeme Fragen: Wollen wir das radikal Neue überhaupt? Feiern wir nicht insgeheim lieber die Zähne zusammenbeißende Ausdauer des Einzelnen? Und was passiert, wenn wir lernen, im Unfertigen auszuharren, ohne uns mit dem Immergleichen abzufinden?
Mein theologisch-philosophischer Versuch über Anfang und Ende, Wiederholung und Wandel, heroisches Durchhalten und verwundbares Ausharren – und die Frage, wie wir das wirklich Neue zulassen können, ohne uns selbst zu überfordern, ist im theologischen Kulturmagazin feinschwarz erschienen.
Hier geht es zum Essay: Alles neu?