2026
Sport und Inklusion – miteinander in Bewegung
Wer einen Marathon läuft, braucht Ausdauer. Wer Menschen begleitet, die ihren eigenen Weg gehen möchten, auch. Beim diesjährigen Jahresempfang des Bathildisheim e. V. im Bürgerhaus Bad Arolsen ging es deshalb um mehr als Sport. Es ging um Vertrauen, Geduld, innere Stärke und Inklusion – auch unter schwierigen Umständen.
In meiner Begrüßungsrede habe ich diese Zusammenhänge beleuchtet. "Inklusion beginnt dort, wo Menschen nicht schon vor dem Start aussortiert werden. Wo jemand ermutigt wird, loszulaufen. Oder mit einer einfachen Frage: Spielst du mit?“ Die Rede kann hier nachgelesen werden.
Welt sichten - Ein kleiner Essay über Kunst
Die neue Ausgabe der ORIENTIERUNG ist erschienen. Ein Kunstheft! In meinem Editorial erkunde ich die Welt der Kunst und schließe damit, dass es die größte Leistung von Kunst sei, uns mit Fragen nach Hause zu schicken.
Für alle, die den Essay lesen wollen, stelle ich ihn hier zur Verfügung.
Ansonsten findet ihr den kleinen Essay in der ORIENTIERUNG 2/2026, S. 2.
Kunst ist politisch
Die neue Ausgabe der ORIENTIERUNG ist erschienen. Ein Kunstheft! Im Mittelpunkt stehen Kunstwerke von Künstler:innen mit und ohne sog. Behinderung. Schon das Cover der Ausgabe präsentiert nicht nur Kunst, sondern ist selbst ein Kunstwerk. Ich durfte einen Beitrag beisteuern, der sich mit der politischen Dimension von Kunst auseinandersetzt.
In den Mittelpunkt stelle ich zwei zeitgenössische Künstler, die unterschiedlicher nicht sein können: Banksy und Nnena Kalu. Der eine ist ein anonymer Street-Art Künstler, die andere eine mit dem Turner Prize (2025) ausgezeichnete autistische Künstlerin.
Mehr findet ihr in der ORIENTIERUNG 2/2026, S. 10 - 13.
Der fürsorgliche Ton des Bösen
Der Essay liest Goethes Faust als Interpretation einer modernen Gestalt des Bösen: Mephisto erscheint nicht dämonisch, sondern im Ton der Fürsorge, Entlastung und Rationalisierung. Das Böse wirkt dort, wo Sehnsucht nach Sinn in Vereinfachung und Besitzanspruch verkehrt wird. Im Dialog mit der johanneischen Theologie deutet der Essay Erlösung nicht moralisch, sondern als Widerstand gegen diese subtile Logik der Verführung.
Mein theologisch-philosophischer Versuch über das Böse ist im theologischen Kulturmagazin feinschwarz erschienen.
Hier geht es zum Essay: Ton des Bösen
Alltagsheld:innen?
Die erste Ausgabe der Orientierung in 2026 beschäftigt sich mit dem Thema "Mitarbeitende". In meinem Editorial setze ich mich mit der Frage auseinander, ob statt warmer Worte nicht gute Rahmenbedingungen die Anerkennung transportieren, die die Menschen verdienen.
Agile Führung in der Eingliederungshilfe
Ich war zu Gast bei contalk und sprach mit Dr. Thomas Müller über agile Führung in der Eingliederungshilfe. Mein Herzens- und Kopfthema. Die Contec kündigt die Folge so an:
„Es muss sich was verändern von der Spitze an.“ Dr. Christian Geyer beschreibt in dieser Folge, wie der Bathildisheim e. V. seit 2017 an agiler Führung arbeitet – ausgelöst durch Mitarbeiterbefragungen, in denen Führung „nicht besonders gut weggekommen“ ist. Statt eine „hippe Begeisterungsveranstaltung“ zu inszenieren, hat der oberste Führungskreis (Vorstand und Geschäftsbereichsleitungen) zunächst zwei Jahre an sich selbst gearbeitet: Was heißt es, Macht zu teilen? Wie fühlt sich das an? Und welche Instrumente fehlen dafür?
Der Podcast ist auf Spotify und Apple Podcast verfügbar. Viel Freude beim Hören.
Alles neu?
Was bedeutet es, dass etwas Neues beginnt? Dieser Essay erkundet Hannah Arendts Begriff der Natalität – die Idee, dass mit jeder Geburt etwas Unvorhersehbares in die Welt tritt – und konfrontiert ihn mit der ernüchternden Einsicht des Alten Testaments: „Es gibt nichts Neues unter der Sonne."
Die Weihnachtsgeschichte wird der Aussage aus der Offenbarung, Gott mache alles neu, entgegengestellt. Und so stellt der Text unbequeme Fragen: Wollen wir das radikal Neue überhaupt? Feiern wir nicht insgeheim lieber die Zähne zusammenbeißende Ausdauer des Einzelnen? Und was passiert, wenn wir lernen, im Unfertigen auszuharren, ohne uns mit dem Immergleichen abzufinden?
Mein theologisch-philosophischer Versuch über Anfang und Ende, Wiederholung und Wandel, heroisches Durchhalten und verwundbares Ausharren – und die Frage, wie wir das wirklich Neue zulassen können, ohne uns selbst zu überfordern, ist im theologischen Kulturmagazin feinschwarz erschienen.
Hier geht es zum Essay: Alles neu?